Es war einmal in Neukirchen

2016-01-04
Es war einmal in Neukirchen

Das Nationalpark Chaletdorf in der Marktgemeinde Neukirchen ist in den wunderschönen Hohen Tauern gelegen. Die Landschaft bietet schier unendliche Möglichkeiten an sportlichen Aktivitäten. Endlose Wanderungen oder Mountainbike-Touren im Sommer und weitläufige Pisten im Winter. Taucht man jedoch in die Geschichte der Ortschaft ein, dann stößt man auf noch viele weitere Schätze und Ausflugsmöglichkeiten der Region


Alpenlandschaft mit ritterlicher Geschichte

Am Fuße des Rossbergs, direkt bei der Einfahrt zum Chaletdorf, befinden sich die Ortsteile Rosental und Sulzau. Wandert man durch das idyllische Alpendorf mit wunderschönem Blick auf dem Großvenediger, stößt man plötzlich auf ritterliches Gemäuer. Zwei Burgruinen befinden sich hier. Hiebrug und Friedburg.

 

Die Hieburg

Die Hieburg (früher Mairhofen genannt) wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Sie bestand aus hölzernem Gezimmer, zwei Turmgarden und einer hohen Ringmauer. Im Laufe der Jahrhunderte fiel die Burg einigen Bränden zum Opfer und wurde 1661 nach einem starkem Feuer dem Verfall überlassen. 1944 wurde die Südwestmauer durch eine Bombe im Zweiten Weltkrieg zerstört.


 

Die Friedburg

Die Ruine der Friedburg liegt auf einer isolierten Steilklippe gegenüber der Burgruine Hieburg über dem Eingang in das Obersulzbachtal. Der Felsen auf dem die Friedburg rund 1000 erbaut wurde, fällt gegen Norden nicht nur senkrecht, sondern sogar überhängend etwa 60 Meter tief ab. Die Ruine ist über einen Steig mit dem im Westen anschließenden Rabenkopf verbunden. Die Burg erlitt 1551 ebenfalls durch ein großes Feuer erheblichen Schaden und wurde nie wieder aufgebaut. 


Die Sage der Burgruinen

Die Gemäuer der beiden Burgen können viele Geschichten erzählen und so entstanden auch Sagen wie " Die verzauberten Jungfrauen" oder " Der Teufelsstein im Rosental", die zu berichten weiß, wie ein großer Felsblock am Fuße des Hieburghügels gelangte.

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Teufelsstein im Rosental

Dieter von Friedburg verliebte sich bei einem Besuch auf der Hieburg in die Tochter des Burgherrn und bald hielt er um ihre Hand an. Der Vater des Burgfräuleins vertröstete den Friedbürger aber auf spätere Zeit. Er sollte sich noch ein entsprechendes Vermögen aneignen. Graf Diether zog in die Welt, einmal hatte er mehr Glück, einmal weniger. Aber nach einigen Jahren kehrte er mit reicher Beute von verschiedenen Kreuzzügen zurück. Das Mädchen von der Hieburg hatte wohl nicht mehr an die Wiederkehr des Friedburgers geglaubt. Sie hatte sich inzwischen mit einem Ritter von Velben (Mittersill) verlobt und schon bald sollte die Hochzeit sein. Zuerst war Diether sehr traurig, doch dann wandelte sich seine Enttäuschung in Wut und Zorn. Vergeblich versuchte er, die Bauern für einen Ansturm auf die Hieburg zu gewinnen. All seine Schätze hatte er ihnen versprochen.

 

So saß er eines Abends in seiner finsteren Kammer auf der Friedburg und grübelte, wie er die Hieburger vernichten könnte. Plötzlich fühlte er, dass er nicht allein im Raum war. Schwefelgeruch lag in der Luft und Diether ahnte gleich, wer sein Besucher war. "Du kommst mir gerade recht," brummte er, "vielleicht gelingt es dir, die da drüben zu bestrafen für das, was sie mir angetan haben," Und er verschrieb seine Seele dem Teufel. Der sollte ihm helfen, die Hieburg mitsamt ihren Bewohnern ins Verderben zu stürzen.

 

Am Tage der Hochzeit auf der Hieburg braute sich im Obersulzbachtal ein schweres Gewitter zusammen. Blitze zuckten, ungeheuer grollte der Donner und ein wilder Sturm trieb die schwarzen Wolken heraus nach Rosental. Mitten in dem finsteren Wolkengebirge schwebte der Satan mit einem riesigen Felsblock in seinen Klauen. Den wollte er über der Kapelle der Hieburg fallen lassen, denn dort waren jetzt alle zur Hochzeit versammelt. Fast war er schon über seinem Ziel, da ertönte das geweihte Glöcklein, um den Bund der Brautleute zu besiegeln. Erschrocken ließ der Teufel die unheilbringende Last fallen. Der Stein stürzte genau auf Diether, der in der Nähe gewartet hatte, um den Untergang der verhassten Hieburger zu beobachten. Seine Seele wollte aus dem zerschmetterten Körper in den Himmel entfliehen, doch der Teufel ergriff sie und riss sie mit in die Hölle. Den großen Felsbrocken nannten die Menschen den "Teufelstein", er wird wohl noch lange da liegen..

(Quelle:https://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/salzburg/pinzgau/wallner/teufelstein.html)

 


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